Nachrichten

Unabhängige Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderungen

 

Die unabhängige Teilhabeberatungsstelle in Ratingen steht nun interessierten Menschen mit Teilhabebeeinträchtigungen und deren Angehörigen offen.

Träger der Beratungsstelle ist der Ratinger Verein VIBRA e.V. – Verein zur Förderung der Inklusion. Bereits im Februar unterrichtete die Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese den Verein, dass er die entsprechenden Fördergelder vom Bund erhalten wird. „VIBRA hat mit Hilfe von Spendern und der Förderung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) die Beratungsstelle für Ratingen und weitere Städte des Kreises Mettmann auf den Weg bringen können.“ sagt Vorstandsfrau Karin Keune. Das Projekt folgt dem menschenrechtlichen Modell von Behinderung, das der UN-Behindertenrechtskonvention zugrunde liegt. Behinderung wird nicht als individuelles Defizit verstanden: Denn Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen haben ein Recht auf selbstbestimmte Teilhabe in der Gesellschaft.

 

In der Beratungsstelle können sich Betroffene und Angehörige zu allen Fragen der Teilhabe und Rehabilitation in allen Lebenslagen beraten lassen, ohne dass Interessen von Dritten im Spiel sind. Zum Beispiel zu folgenden Themen: Fragen des selbstbestimmten Lebens und Wohnens, Inklusion in der Schule, Übergänge in den Beruf, Teilhabe am Arbeitsleben, persönliches Budget, Assistenzen, Rehabilitation, Schwerbehindertenausweis oder Nachteilsausgleich. Das Beratungsangebot ist kostenlos.

 

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Breites Bündnis für inklusive Bildung in Nordrhein-Westfalen gegründet


VIBRA als auch weitere Organisationen von Schülern, Eltern, Lehrern und Menschen mit Behinderung fordern gemeinsam mit den Sozialverbänden konkrete wirksame Maßnahmen für den Aufbau eines inklusiven Schulsystems

Düsseldorf, 18.6.2018

In Düsseldorf hat sich heute das neue „Bündnis für inklusive Bildung in Nordrhein-Westfalen“ vorgestellt. Auf der Pressekonferenz im Landtag kündigten Sprecher*innen des Bündnisses an, die Schulpolitik der Landesregierung in Hinblick auf Inklusion fortan genau zu beobachten und zu kommentieren.

 Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW, Dorothea Schäfer, Vorstandsmitglied Nikita Grünwald von der Landesschüler*innenvertretung und für die Eltern Bernd Kochanek vom Inklusionsfachverband Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW e.V. bezeichneten die bisherigen und die absehbar geplanten Aktivitäten der Landesregierung als völlig ungenügend in Hinblick auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und des Rechts jedes Kindes in Nordrhein-Westfalen auf inklusive Bildung. Sie forderten einen konkreten und schlüssigen Maßnahmen- und Stufenplan, wie aus dem lückenhaften und zum Teil qualitativ unzureichenden Angebot des Gemeinsamen Lernens ein inklusives Schulsystem aufgebaut werden soll. Gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung müsse selbstverständlich werden.

 Das „Bündnis für inklusive Bildung in Nordrhein-Westfalen“ ist von 36 Organisationen gegründet worden. Neben zahlreichen Elternvereinen, der Bildungsgewerkschaft GEW und der Landesschüler*innenvertretung zählen zu den Gründungsmitgliedern u.a. auch der Landesbehindertenrat, die LAG Selbsthilfe, die Interessengemeinschaft Selbstbestimmt Leben NRW und die Sozialverbände SoVD und VdK. Andere Organisationen der Zivilgesellschaft sind eingeladen dem Bündnis beizutreten.

 

 

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Kerstin Griese: "Flächendeckend gute und unabhängige Beratung für Menschen mit Behinderungen"

Erste Fachtagung der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung in Berlin

Unter dem Motto "Eine für alle" nehmen heute und morgen rund 500 Beraterinnen und Berater von örtlichen Beratungsangeboten an der ersten Fachtagung der "Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung" (EUTB) teil.

Seit Januar 2018 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) rund 500 Beratungsangebote. Die EUTB ist ein neues, niedrigschwelliges Beratungsangebot zu den Rehabilitations- und Teilhabeleistungen. Das Motto unterstreicht dabei, dass nun in ganz Deutschland Beratungsstrukturen für alle Menschen mit Behinderungen geschaffen wurden - ganz gleich, um welche Einschränkung es sich handelt.

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Wie kommt NRW mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention voran?

Verbändeanhörung des Deutschen Instituts für Menschenrechte am Mittwoch 25.4.2018

Elternverein kritisiert Untätigkeit der Schulministerin

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat die Behindertenverbände für den morgigen Mittwoch, 25. April 2018, zur Verbändeanhörung über die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen eingeladen.

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/monitoring-stelle-un-brk/meldung/article/monitoring-stelle-un-brk-laedt-zur-ersten-verbaendekonsultation-in-nordrhein-westfalen-ein/

Im Vorfeld der Tagung kritisieren Eltern behinderter Kinder die Landesregierung. Den vollmundigen Ankündigungen die Qualität inklusiver Schulen deutlich zu verbessern, hat Schulministerin Yvonne Gebauer auch nach zehn Monaten im Amt bisher keinerlei Taten folgen lassen. „Für die Verwirklichung des Rechts auf inklusive Bildung ist dies ein weiteres verlorenes Jahr“, sagt die Vorsitzende des Elternvereins mittendrin e.V., Eva-Maria Thoms.

 

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WDR-Film "Für dumm erklärt. Nenads zweite Chance" gewinnt Medienpreis der Kindernothilfe

Der WDR hat in der Sparte TV den Medienpreis der Kindernothilfe geholt. Bereits zum 19. Mal zeichnete die Kinderhilfsorganisation damit am Freitag auf einer Gala in Berlin Journalistinnen und Journalisten aus, die sich in ihren Beiträgen in herausragender Weise mit Kinderrechten und Kinderrechtsverletzungen beschäftigen.Schirmherrin Christina Rau dankte den anwesenden Preisträgern: „Sie stellen genau die richtigen Fragen, decken Kinderrechtsverletzungen auf und erzählen von starken Jungen und Mädchen, von denen wir sonst nie erfahren würden.“

Die Jury zeichnete die Autorinnen Gülseli Baur und Cornelia Uebel aus für den Film "Für dumm erklärt. Nenads zweite Chance". Die Produktion wurde erstmals im Oktober 2016 in der WDR-Sendereihe "Menschen hautnah" ausgestrahlt.

Der Film erzählt die Geschichte von Nenad aus Köln, der trotz normaler Intelligenz elf Jahre auf Sonderschulen für Schüler mit geistiger Behinderung unterrichtet wurde. Kurz nach seiner Einschulung war der Junge wegen Lernschwierigkeiten und fehlender Sprachkenntnisse als geistig behindert eingestuft worden. Das Etikett "geistig behindert" wurde er nicht mehr los. 

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