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Alle wollen Inklusion, keiner weiß wie...

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Die gestrige Veranstaltung des Vereins VIBRA im Ratinger Medienzentrum mit ca. 60 Besuchern aus Politik, Schulleitern, Vertreterinnen der Schulen, Betroffenenverbänden und Eltern hat allen Anwesenden gezeigt, das die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Schulischen Inklusion und die praktischen Erfahrungen in NRW durch eine 30jährige Tradition des gemeinsamen Lernens da sind. Die anwesenden Vertreterinnen aus der Ratinger Politik waren sich auf dem Podium einig, das was getan werden muss. Dennoch ist nicht klar geworden, wie und wo die ca. 30 Kinder zum nächsten Schuljahr an der Weiterführenden Schule inklusiv beschult werden können. Es ist allerdings nicht zumutbar, das die Eltern weiter warten müssen. Deshalb ist es nötig, das Politik, Schulverwaltung und Schulaufsicht zeitnah Schulen benennen, die die Aufgabe übernehmen, da auch die Vorbereitungen an den Schulen, individualisierte Konzepte, Material, etc., geplant werden müssen. Folglich sollten laut Verein VIBRA in nächster Zeit 3 Weiterführende Schulen benannt werden, die die Inklusion für je 10 Schülerinnen und Schüler zum kommenden Schuljahr planen können.
Denn das neue Schulgesetz legt fest, das die Schule ein Ort werden soll, in dem alle Kinder „in der Regel“ gemeinsam unterrichtet und erzogen, also inklusive Bildung stattfinden kann. Dazu wies Eva Thoms, Verein mitten e.V. aus Köln in der gestrigen Veranstaltung im ersten Vortrag darauf hin, das die Stadt Köln schon im Jahr 2012 grundlegende politische Entscheidungen getroffen und sich in einer Inklusionsplanung festgelegt hat. Wie das gemeinsame Lernen behinderter und nichtbehinderter Kinder an der Weiterführenden Schule dann umgesetzt wird, zeigte die Gesamtschullehrerin, Renate Plachetka in ihrem zweiten Vortrag. Die Voraussetzungen gelingender Inklusion lägen in einer wertschätzenden Haltung und einer Begegnung der unterschiedlichen Schülerinnen und Schüler auf Augenhöhe, hob die Pädagogin hervor. Mit Beispielen aus ihrer fünfundzwanzigjährigen Erfahrung in der Unterrichtung der Fächer Deutsch und Englisch an der Integrierten Gesamtschule Bonn konnte Plachetka sehr plastisch zeigen, wie das individualisierte und gemeinsame Lernen organisiert werden kann.

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